Tolle Ausbeute am Nürburgring

Beim 1000km Rennen am Nürburgring ereichte ich die Plätze 4 und 2 und somit meine zweite Podiumsplatzierung in diesem Jahr. Punkte bekamen ich und mein Teamkollege Harald Becker sogar für Platz 3 und 1, da die Erstplazierten Gaststarter waren und somit keine Punkte bekommen. Mit den 16 geholten Punkten haben wir nun wieder den Anschluss an die Tabellenspitze geschafft.

Das Wochenende begann mit dem freien Training am Freitagmorgen. Erst drehte Harald einige Runde auf unserem Argo Racing Lamborghini und danach ich. Wir kamen beide gut mit der Strecke zurecht und konnten unseren Testplan gut abspulen. Zufrieden beendeten wir das Training auf der vierten Position.
Am Nachmittag ging es dann in das zweite Training. Nachdem wir einige kleine Veränderungen am Auto vornahmen konnte ich eine schnelle Runde nach der anderen drehen und schob mich mit der schnellsten Zeit ganz nach oben. Danach griff dann Harald nochmals einige Runden ins Lenkrad und auch er kam super mit dem Auto zurecht. So gingen wir sehr zuversichtlich in das Zeittraining.

Dieses sollte dann am Samstagmorgen statt finden. Wie immer fuhr Harald das erste der beiden Qualifikationstrainings. Nachdem er einige Zeit in der Box wartete um bessere Streckenverhältnisse für seine Runden zu haben ging es nach ca. 5 Minuten los. Schon in der dritten Runde konnte er sich auf die 5. Position fahren und zwei Runden später dann nochmals eins drauf legen und sich auf die vierte Position verbessern. Damit waren wir sehr zufrieden. Denn ganz vorn lag die Corvette die auf dieser Strecke nicht zu schlagen war.

Ich bestritt dann das zweite Qualy nach einer Pause von 10 Minuten. Wieder warteten wir einige Zeit in der Box um die Reifen auf der immer besser werdenden Strecke optimal zu nutzen. Erneut ging es nach ca. 5 Minuten auf die Strecke und schon mit meiner ersten Runde konnte ich mich an die führende Position setzen. Die Runde darauf war noch besser und so fand ich mich mit 7 zehntel Sekunden ganz oben wieder. Umso toller war, dass ich die beiden überlegenen Corvettes geschlagen hatte. Nach diesem gelungenen Qualy freuten wir uns auf das Rennen am Nachmittag.

Bei strahlend blauem Himmel fuhr Harald dann den Start zum ersten Rennen. Doch leider musste er schon eine Position in der ersten Runde preis geben. Doch schnell erholte er sich davon und konnte Druck auf die beiden Vordermänner ausüben, bis zwei „Verschalter“ den Anschluss kosteten und er von hinten Druck bekam. Diesem konnte er dann auch nicht stand halten und musste die PS-Starke Corvette ziehen lassen. Nach 26 gefahrenen Minuten übernahm dann ich das Steuer uns setzte zur Aufholjagd an. Erst holte ich mir im „Infield“ eine Corvette wieder und danach dann den viertplazierten Lamborghini. Doch hier sollte noch nicht Schluss sein. Ich holte zehntel um zehntel auf den Drittplazierten auf, doch es hatte nicht mehr ganz gereicht. Ich kam zwar auf 0,5 Sekunden heran aber zum überholen hatte es leider nicht mehr gereicht. Dennoch holten wir uns den Sieg in der Lamborghiniwertung.

Am Sonntag fuhr dann ich den ersten Abschnitt des Rennens welchen ich von der ersten Position starten sollte. Aber auf der langen Anfahrt zur ersten Kurve wurde ich von den beiden Corvettes schon überholt. Da mir bewusst war, dass ich auf eine Renndistanz gesehen keine Chance gegen die US-Musclecars hatte, versuchte ich eine saubere Linie zu fahren um die Reifen nicht zu sehr zu beanspruchen. Ich drehte konstant sehr schnelle Runden und konnte einen großen Vorsprung auf die hinter mir fahrenden Porsches und Lamborghinis heraus fahren. Nach 35 von 60 gefahrenen Minuten übergab ich auf Rang 3 liegend an „Harry“. Da eine der beiden Corvette einen Fehler beim Boxenstopp machte und somit eine Stop&Go Strafe antreten musste holten wir uns den zweiten Rang. Harald Becker fuhr sehr konstant seine Runden ohne die Reifen zu sehr zu beanspruchen und lief souverän auf dem zweiten Rang ein. Den Sieg in der Lamborghini Wertung holten wir uns erneut.

Da die Corvette, welche beide Läufe gewann nur als Gaststarter gemeldet war, bekam diese keine Punkte und wir holten damit zum ersten Mal in diesem Jahr die volle Punktzahl in einem Rennen. In der Meisterschaft sieht es jetzt auch wieder sehr gut aus. Da die Kontrahenten patzten konnten wir uns auf den dritten Tabellenrang verbessern und sind nur noch 12 Zähler von Platz 1 entfernt. Das nächste Rennen findet in drei Wochen am Lausitzring statt. Hier werden wir versuchen den Rückstand auf die ersten beiden weiter zu verkürzen.

-Frank Kechele

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