Im Saisonfinale noch auf Gesamtrang 3

Nachdem in den freien Trainings zweimal der erste Rang zu verkünden war, sprangen in den beiden Zeittrainings ein zweiter und ein zehnter Platz heraus. In den Rennen reichten mir und meinem Fahrerkollegen Harald Becker ein achter und ein vierter Platz um uns die dritte Position in der Gesamtwertung und die Vizemeisterschaft in der Lamborghiniwertung zu schnappen.

Das letzte Rennen der Saison fand auf dem Sachsenring statt. Die sächsische Rennstrecke ist berühmt für ihre Motorradrennen, doch auch für das Automobil ist sie sehr anspruchsvoll und für jeden Fahrer eine schöne Herausforderung.

Der Kurvenreiche Kurs schien für uns ein gutes Pflaster zu sein. Denn schon im ersten Training konnte ich mich bei trockenen Bedingungen an die Spitze schieben. Danach durfte dann mein Kollege „Harry“ hinters Steuer. Er kam zwar nicht an meine Zeiten heran, lieferte aber eine gute Leistung ab.

Auch das zweite Training wurde von uns dominiert. Nachdem diesmal Harald als erster fuhr, übernahm ich das Auto. Wir testen einige Kleinigkeiten am Set-Up welche sich als gut bewehrten. Obwohl einige Fahrer bereits im freien Training mit neuen Reifen unterwegs waren gelang es ihnen nicht sich an uns vorbeizuschieben.

Nachdem das freie Training sehr gut lief, gingen wir mit hohen Erwartungen in das Qualifying. Doch hier gab es den ersten kleinen Rückschlag. Harald Becker, der das erste der beiden Zeittrainings bestritt, hatte viel Probleme mit dem Verkehr auf der Strecke und konnte keine freie Runde fahren und landete deshalb nur auf dem neunten Platz. Danach durfte ich dann ran und fuhr mein Qualifying. Ich fuhr aus der Boxengasse auf die Strecke und fühlte mich sofort sehr wohl, doch als ich dann die dritte Kurve in meiner fliegenden Runde erreichte, bemerkte ich, dass durch einen Ausritt eines anderen Autos, die Strecke verschmutzt war und ich so nicht die optimale Linie wählen konnte. Dennoch reichte es zu Platz 2 und das auch nur ganz Knapp.

Am Samstagnachmittag fuhr Harald den Start zum ersten Rennen und konnte sich in der ersten Runde direkt eine Position nach vorne schieben. Im Laufe des Rennens hatte er eine gute Speed konnte aber leider nicht an den Konkurrenten vorbeiziehen. Durch eine gute Boxenstrategie und schnelle Runden konnte ich mich bis auf den fünften Platz nach vorne schieben und holte rapide auf die führenden Fahrzeuge auf. Doch als ich den viertplazierten erreichte stoppte ein Reifenschaden meine Aufholjagd. Nach dem Reifenwechsel fand ich mich auf Platz 11 wieder. Nach einigen schnellen Runden und einem schönen Überholmanöver in der letzten Kurve der letzten Runde konnte ich mich noch auf den achten Platz befördern und somit einen wichtigen Punkt einfahren der in der Lamborghiniwertung extrem wichtig war.

Am Sonntagmittag starte ich das Rennen auf dem zweiten Platz und hielt diesen auch 20 Minuten. So langsam standen die ersten Überrundungen an. Und einer dieser Überrundeten schaute nicht in den Rückspiegel und dadurch musste ich extrem in die Bremsen steigen und dadurch rutschte ich auf den dritten zurück. Nach dem Boxenstopp, galt es für Harald nur noch ins Ziel zu kommen, denn unser Konkurrent um den dritten Platz landete in der ersten Rennhälfte im Kiesbett. Nach sicheren Runden landeten wir dann letztendlich auf dem vierten Platz und sicherten uns den dritten Platz in der Gesamtwertung und den zweiten Platz in der Lamborghiniwertung.

Hätte mir vor der Saison jemand gesagt, dass wir am Ende auf diesen Positionen landen, hätte ich das wohl nicht geglaubt und bin deshalb sehr zufrieden. Aber wenn man bedenkt was möglich gewesen wäre, bin ich letztendlich ein bisschen enttäuscht. Im Winter stehen nun einige Tests an um sich für die nächste Saison vorzubereiten.

-Frank Kechele

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