Ein toller Kampf zum Finale

Das war sie also nun: meine erste DTM-Saison. Mit einer tollen Teamleistung ist mein Debütjahr in Hockenheim zu Ende gegangen. An diesem Wochenende war ich von Anfang an voll zufrieden.

Bereits im ersten Training habe ich mich sehr wohl gefühlt. Platz sieben zeigte deutlich, dass das Tempo schon früh da war, auch wenn ich dann im zweiten Training wieder etwas ins Hintertreffen geraten bin. Wir hatten Probleme mit dem Frontsplitter, der in Hockenheim extrem stark strapaziert wird. Es zeigte sich deutlich, wie wichtig dieses Teil für die Aerodynamik meines Autos ist. Platz neun im dritten Training bewies dann aber, dass meine Jungs das Problem aber schnell behoben haben. Ich konnte mich also erneut voll auf meine Truppe verlassen. Daher möchte ich auf diesem Weg allen Mechanikern nochmal Danke für die tolle Saison sagen.

Für die Qualifikation hatte mir die Mannschaft ein perfektes Auto bereitgestellt. Bis eine Minute vor Schluss lag ich sogar auf Platz 11. Leider wurde ich dann doch noch von drei Autos überholt, aber mit Startplatz 14 konnte ich zuversichtlich ins Rennen gehen.

Der Start zum letzten Rennen der Saison 2008 lief dann leider nicht so perfekt: Bei mir ging die Drehzahl in den Keller, als ich die Kupplung kommen ließ und da waren auch schon ein paar Kollegen von hinten vorbeigefahren. Aber in der zweiten Runde habe ich mir die Plätze wieder zurückgeholt und dann einen wirklich schönen Dreikampf mit Gary Paffet und Alexandre Prémat ausgefochten. Wir drei lagen dicht hintereinander und das ein oder andere Mal standen wir kurz vor einem Crash. Aber es blieb fair bis zum Schluss.

Durch eine kluge Taktik meines Teams konnte ich Gary Paffet dann beim ersten Boxenstopp überholen. Da hat die Mannschaft wirklich perfekt gearbeitet. Auch der zweite Stopp war sehr gut, doch da hatte Gary das glücklichere Händchen als er eine Runde vor mir zum zweiten Reifenwechsel kam und so wieder an mir vorbei fuhr. Der Zweikampf mit dem Champion von 2005 machte trotzdem sehr viel Spaß. Ich denke, ich habe richtig Druck auf ihn ausüben können. Leider reichte es zum Überholmanöver auf der Strecke nicht aus, da die Autos nur schwer Positionswechsel zulassen. Klassische Windschattenduelle sind wegen der diffizilen Aerodynamik nicht möglich. Sobald ich nah genug dran war, fehlte mir der entsprechende Anpressdruck. Am Ende bin ich mit Platz 12 aber hoch zufrieden.

Mit dem Verlauf meiner ersten DTM-Saison bin ich ganz zufrieden. Wir haben uns kontinuierlich gesteigert. Von Rennen zu Rennen sind wir schneller geworden, sodass ich am Ende auf einem Niveau mit Gary Paffet lag. Nur um zu Punkten fehlte uns leider das ein oder andere Mal das nötige Quäntchen Glück.

Mein Dank geht an das ganze Team, mit dem ich in diesem Jahr zusammenarbeiten durfte und natürlich an meine Fans, die mir immer die Daumen gedrückt haben. Ich hoffe, wir sehen uns 2009 wieder.

Euer Maro

Quelle: maroengel.com

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