Zeit, zurück zu blicken – Rückblick Teil 1
Liebe Fans, kurz vor Weihnachten möchte ich die Gelegenheit nutzen, einmal zurück zu blicken. Während dieser hektischen und mit Terminen vollgepackten Saison waren Momente der Ruhe selten. Umso schöner ist es, jetzt einmal mein erstes DTM-Jahr Revue passieren zu lassen. Und was soll ich sagen: es war lehrreich und schön.
Angefangen hatte ja alles schon 2007 mit den ersten Tests. Natürlich hofft man, später auch in so einem Auto fahren zu dürfen, doch als die erlösende Nachricht kam, dass ich wirklich dabei bin, ging ein Traum für mich in Erfüllung. Sechs Monate zuvor hätte ich nie daran gedacht, schon 2008 in der DTM zu fahren. Zu erfahren, dass Ralf Schumacher mein Teamkollege wurde, war ein zusätzlicher Motivationsschub.
Das Team Mücke Motorsport machte mir den Einstieg zwar leicht, ich wusste aber, dass es richtig schwer wird, mich in der DTM zu behaupten, doch dass es innerhalb der Jahreswagen dann so eng zugehen würde, hat mich doch etwas überrascht. Beim ersten Rennen in Hockenheim stand ich das erste Mal im ganz großen Rampenlicht. So viele Fans an der Strecke, so viele Menschen um einen herum, sei es in der Box oder auch in der Startvoraufstellung, das war echt unglaublich. Diesen Rummel muss man als Neuling erst einmal verarbeiten, um ihn nicht ins Auto mitzunehmen.
Zeit für Entspannung blieb danach kaum, denn Oschersleben stand nur eine Woche später auf dem Programm. Ich war dort auf Anhieb bester Mercedes-Jahreswagen-Pilot, bis mich Tom Kristensen bei einem Unfall mit ins Aus gerissen hat. Es war richtig schön zu sehen, dass ich schon so früh in der Saison eine gute Leistung zeigen konnte. Mein Resümee des Wochenendes: die Leistung war sehr ermutigend auch wenn es mit dem unverschuldeten Ausfall endete. Seit Oschersleben wusste ich: ich kann in die Top 10 fahren. Ein tolles Gefühl.
Auch in Mugello sollte die Kurve weiter nach oben zeigen. Der Knoten platzte und zum ersten Mal schaffte ich den Sprung in die zweite Runde des Qualifyings. Im Rennen verpasste ich knapp, was ich mir nach Oschersleben vorgenommen hatte: einen Platz in den Top 10. Als bester Mercedes-Jahreswagen blieb ich lange auf Rang neun, bis ich gegen Ende zwei Plätze verlor. In diesem Rennen zeigte sich, wer in diesem Jahr meine Messlatte würde: Garry Paffet. Schließlich war mein Leistungsniveau besser als das des ehemaligen Champions. Ich war mit dem Wochenende sehr glücklich, habe lange mit Bruno Spengler im Neuwagen gekämpft und den Lauf als bester Mercedes-Jahreswagen-Pilot abgeschlossen. Es war ein sehr positives Wochenende, das die Motivation weiter steigerte.
Das hielt auch bei Rennen Nummer vier auf dem Lausitzring. Im Training konnte ich Paffet erneut in die Schranken weisen, auch wenn der Eurospeedway in dieser Konfiguration für mich neu war. Am Ende holte ich mir wieder Rang 11 im Rennen und beschloss somit mein erstes Saisondrittel zufrieden.
Im zweiten Teil meines Saisonrückblicks liegt das Augenmerk auf der Mitte der Saison. Bis dahin wünsche ich Euch aber erst einmal ein paar ruhige Adventstage,
Euer Maro.