IRL beratschlagt erneut über Motoren-Zukunft

Die Veranstalter der Indy Car-Serie, die Indy Racing League (IRL), haben erneut Vertreter von Honda, Audi, Fiat, Porsche und Volkswagen an einen runden Tisch eingeladen, um über das zukünftige Motorenformat der nordamerikanischen Sportwagen-Serie zu diskutieren.

Gemeinsam mit Honda und sechs Rennmotoren-Designern will die IRL bis 2011 ein neues Motoren-Konzept auf die Beine stellen. In den Gesprächen einigten sich die Teilnehmer schwerpunktmäßig auf die Ablösung der bisher eingesetzten 3,5 Liter V8-Saugmotoren durch Zweiliter-Motoren mit Turboladersystem. Erlaubt werden solle die Verwendung von Direkteinspritzung und alternativen Kraftstoffen. Zudem wolle man eine Homologierung auf fünf Jahre festsetzen und nur Teilbereiche für Weiterentwicklungen freigeben. Die Lebensdauer des Motors müsse mindestens 6000 Kilometer betragen und aus Kostengründen werde eine Möglichkeit geschaffen, Motoren mithilfe eines Leasingprogramms auch an kleinere Teams verleihen zu können. Insgesamt legt die IRL großen Wert auf einen möglichst geringen Kostenaufwand für alle Teams und hält sich in diesem Sinne an die drei großen E´s “efficient, environmentally responsible and economics”: Effizienz, Umweltbewusstsein und Wirtschaftlichkeit.

Endgültige Angaben über den Bau des Motors und darüber, welche Hersteller sich zusätzlich zu Honda in der IndyCar-Serie engagieren wollen, werden in etwa zwei Monaten erwartet. “Danach geht es dann um die Verfeinerung und Detailarbeit an den Materialen und Spezifikationen der neuen Motoren”, sagte IRL-Wettbewerbspräsident Brian Barnhart.

Seit Juni 2008 traf sich die IRL bereits dreimal mit verschiedenen Herstellern zu Gesprächen über die Zukunft der IndyCar-Antriebswerke, die die seit 2006 bestehenden Honda Indy V8-Motoren ersetzen sollen. Als Chassishersteller ist Dallara im Gespräch.

Wie viele der Hersteller sich tatsächlich verpflichten werden, ist noch unklar. “Die Tatsache, dass wir fünf internationale Hersteller an einen Tisch bekommen konnten, spricht für das Interesse an der IndyCar-Serie”, ist sich Barnhart sicher. “Wir wären überglücklich, wenn wir neben Honda noch zwei weitere Hersteller ins Boot holen könnten.”

Quelle: racing1.de

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