Porsche Supercup – Gute Vorstellung: Rückblick Veltins MRS Racing
Mit gleich zwei Neulingen startete das das Team Veltins MRS Racing in die Supercup Saison 2008 und war dabei auf Anhieb erfolgreich. Mit Norbert Siedler und René Rast belegte die Mannschaft am Ende der Saison Platz sechs in der Team- und Fahrerwertung des Porsche Mobil 1 Supercup 2008.
„Wir sind überzeugt davon, dass René Rast zu den Fahrern gehören wird, die im Supercup ganz vorne mitfahren können“, war sich Team-Chefin Iris Dorr zu Beginn der Saison sicher – und Sie sollte recht behalten. Gleich beim Saisonauftakt in Bahrain sorgte der Supercupneuling für Furore und holte sich zur Verwunderung der etablierten Piloten die Pole-Position für beide Rennen des Doppellaufs. „Für uns war das natürlich ein Auftakt wie er besser nicht hätte sein können“, blickt Karsten Molitor, der zusammen mit Iris Dorr die Geschicke des Teams leitet, zurück. „Schade nur, dass wir wegen einer gebrochenen Antriebswelle im ersten Rennen wenig Glück hatten.“ Dafür lief es im zweiten Anlauf mit Platz drei wesentlich besser für uns.“ Für die Mannschaft aus dem süddeutschen Lonsee sollte es die einzige Podestplatzierung im Supercup 2008 bleiben. „Insgesamt sind wir dennoch mit der zurückliegenden Saison zufrieden. Manche Sachen hätten zwar besser laufen können, aber mit Platz sechs in der Fahrerwertung und Teamwertung konnten wir uns unter den Top-Teams der Meisterschaft etablieren“, zieht der Teammanager Bilanz.
“Die Doppelpole zum Saisonauftakt in Bahrain war für mich natürlich ein sensationeller Einstand in den Porsche Supercup“, blickt René Rast zurück. Zwei weitere Pole-Positions sicherte sich der Steyerberger in Spa und Monza und wurde damit zum besten Qualifyier der Supercup Saison 2008. Dem ganz großen Wurf im Rennen trauert er jedoch ein wenig nach. „Wir waren nah dran, aber irgendwie hat uns dazu immer ein klein wenig das Glück gefehlt, dass uns in Deutschland zur Seite stand“, so Rast, der mit dem Gewinn des nationalen Carrera Cup den größten Erfolg seiner Karriere feiern konnte. „Alles in allem war es jedoch eine sehr gute Debüt-Saison im Porsche Supercup für mich, denn Platz sechs in diesem starken Feld ist ein Ergebnis, auf das wir alle stolz sein können. Mein Dank gilt vor allem dem Veltins MRS-Team für die großartige Arbeit im Saisonverlauf.“
Für Norbert Siedler war die Aufgabenstellung im Team eine ganz andere. Der Start im 420 PS-starken Porsche war absolutes Neuland für den Österreicher. Mit der Erfahrung aus dem amerikanischen Formel-Rennsport und dem Meistertitel in der Euro Formel 3000 hatte Siedler im Supercup zum ersten Mal ein Dach über dem Kopf. „Mit Ausnahme eines DTM-Tests für Mercedes bin ich vorher noch nie in einem geschlossen Rennwagen gefahren. Mir war völlig klar, dass der Supercup eine ganze andere Liga ist, als all das, was ich bisher im Rennsport gemacht habe“, so der Österreicher, der sich nach anfänglichen Problemen jedoch beachtlich aus der Affäre ziehen konnte. Vor allem im letzten Viertel der Saison schaffte er regelmäßig den Sprung in die Punkte und holte sich mit Platz vier in Spa sein bestes Saisonergebnis. „Mein insgesamt stärkstes Wochenende, schon im Qualifying ging’s vor bis auf Platz acht. Im Rennen hat mir mein Team ein tolles Auto hingestellt und so hat dann alles zusammengepasst“, erzählt Norbert Siedler, der seine Debüt-Saison im Porsche Supercup auf Platz 17 der Fahrerwertung abschließt.