GT3 – Corvette-Feinschliff

Foto: gtmasters.org
Die Corvette Z06.R GT3 gehörte mit drei Siegen im ADAC GT Masters 2008 nach dem Lamborghini Gallardo GT3 und dem Porsche 911 Cup S (je 4 Siege) zu den erfolgreichsten GT3-Boliden. Um auch in der dritten Saison des ADAC GT Masters konkurrenzfähig zu sein, nutzt Callaway Competition die Wintermonate um die Technik der Z06.R GT3 weiter zu verfeinern. Callaway Competition zeichnet sich seit Ende 2005 für die sich für Entwicklung und Aufbau der GT3-Corvette verantwortlich. Nachdem im letzten Jahr Winter ein sequentielles Getriebe Einzug in den V8-Boliden hielt, kümmern sich die Ingenieure von Callaway Competition im diesem Winter um die Aerodynamik und nehmen sich auch des Motors an.
„Im März werden wir mit der Corvette in den Windkanal gehen und einige aerodynamische Verbesserungen ausprobieren,“ gibt Ernst Wöhr von Callaway Competition einen Ausblick auf den Feinschliff an der Corvette. „Zudem stellen wir Überlegungen an, mit einem kleinen Luftmengenbegrenzern, also etwas weniger Leistung, aber auch somit etwas geringerem Basisgewicht, zu starten. Auch im Fahrwerksbereich haben wir noch einige Ideen. Alle Änderungen müssen wir allerdings vorher mit der FIA abstimmen und im Rahmen der „Balance of Performance“ Tests, die unter FIA-Aufsicht ab April stattfinden, genehmigen lassen.“
Um die Kosten in der GT3-Klasse im Griff zu halten sind Weiterentwicklungen an den GT-Fahrzeugen limitiert. Alle Änderungen an den Fahrzeugen müssen beim Automobilweltverband in Paris angemeldet und homologiert werden.
„Wenn alle unsere Entwicklungen von der FIA genehmigt werden, bauen wir die Teile und stellen diese unseren Kundenteams in der Europameisterschaft und den verschiedenen nationalen Meisterschaften zur Erfügung,“ so Wöhr, dessen Team neben den beiden Siegen im ADAC GT Masters am Nürburgring (Klaus Ludwig / Dominik Schwager) im letzten Jahr mit den beiden Franzosen Peyroles / Ruffier auch den Fahrertitel in der FIA GT3-Europameisterschaft gewann.
„Callaway Competition wird sich wieder mit zwei Corvette Z06.R GT3 in der Europameisterschaft engagieren. Ob wir auch wieder im ADAC GT Masters starten werden, steht derzeit noch nicht fest. Sicher ist hingegen das wir unser Kundenteam im ADAC GT Masters, Toni Seiler Racing, noch mehr unterstützen werden,“ erklärt Wöhr.
Neben der GT3-Klasse ist Callaway Competition seit dem letzten Jahr auch in der aufstrebenden GT4-Klasse aktiv. Nach Testeinsätzen einer von Callaway entwickelten GT4-Corvette C6 baut Callaway am Teamsitz in Leingarten bei Heilbronn insgesamt fünf GT4-Boliden für Kunden auf.