Überschallauto mit Formula Superleague Motor
Der BLOODHOUND SSC, vor kurzem von Richard Noble in London enthüllt, wird sich eines von Menard Competition Technologies (MCT) entwickelten V12 Motors bedienen um einen neuen Geschwindigkeitsrekord an Land aufzustellen. Der 12-Zylinder ist – gemeinsam mit einem Eurofighter-Triebwerk – ein wichtiger Bestandteil des Antriebspaketes des Projekts. Dank seiner 800PS pumpt er in 17 Sekunden eine Tonne Treibstoff in die Antriebsrakete, während er gleichzeitig die Hydraulik und Elektronik des Wagens antreibt. Wenn das Auto sein Ziel von 1,4 Mach, d.h. über 1600 km/h, erreicht, wird der V12 Motor zum schnellsten Kolbenmotor der Geschichte werden.
Das BLOODHOUND Projekt, welches den Ingenieurberuf in Großbritannien fördern soll, gipfelt im September 2009 in dem Versuch, den momentanen Geschwindigkeitsrekord von 1228 km/h zu brechen. Die Design- und Herstellungsphasen des Projekts dauern zur Zeit noch an. Ein erster Test wird im Juli 2009 in England stattfinden, bevor das Auto mitsamt Ausstattung und Material zu dem Austragungsort des geplanten Rekords gebracht wird.
Die Hauptantriebsquelle des BLOODHOUND SSC ist ein Eurofighter-Treibwerk, das von einer 18-inch großen Wasserstoffperoxid-angetriebenen Rakete unterstützt wird, die ab 564 km/h für zusätzliche Schubkraft sorgen soll.
Der 750 PS-starke 4,2-Liter V12 Motor ist derselbe, der in der neuen Rennserie „Superleague Formula“ genutzt wird. Der kompakte 4,2l Block wurde speziell für SF entwickelt und erreicht maximale 750 PS bei 11.750 Umdrehungen pro Minute. Er wiegt 140 kg und ist 700 mm lang.
Obwohl der 750 PS V12 während der Rennen eigentlich auf 11.000 Umdrehungen pro Minute begrenzt ist, können die Fahrer dieses Limit auf 12.000 erhöhen, indem sie für maximal 15 Sekunden einen bestimmten Knopf am Lenkrad drücken. Diese extra PS können strategisch bei Überholversuchen eingesetzt werden. Wenn die 15 Sekunden jedoch abgelaufen sind, endet diese sogenannte „Push To Pass“ (PTP)-Phase und die Motorgeschwindigkeit wird automatisch auf unter 9.000 Umdrehungen pro Minute gedrosselt.
Während jedes Rennens können die Fahrer den PTP-Knopf höchstens acht Mal benutzen. Nach jedem Mal ist diese Extraoption für die nächsten 120 Sekunden nicht verfügbar.

11. Februar 2009 um 08:35
Cooles Projekt! Werde ich mit Sicherheit weiter verfolgen.
Habe letztes Jahr ein Auto in der Superleague betreut, und wenn die Haltbarkeit im nächstens Jahr verbessert wird, ist es sicherlich ein interessanter Motor.
Allerdings würde ich gerne richtigstellen, dass nach der PTP-Phase nicht automatisch auf 9000 gedrosselt wird! Erst wenn nach den 15 Sekunden die Drehzahl wieder unter 9000 fällt (Bremsen/Kurve) wird das Drehzahllimit wieder auf 11000 gesetzt! Ansonsten gilt auch nach Ablauf der 15 Sekunden weiterhin das Limit von 12000!