Sandsturm behindert F1-Tests in Bahrain
Während sich die nach Jerez zum Testen gefahrenen F1-Teams über schönstes Wetter freuten, behinderte ein Sandsturm die Vorbereitungsarbeiten der Konkurrenz in Bahrain.
Ferrari, Toyota und BMW-Sauber waren extra nach Bahrain gereist, um dem wechselhaften europäischen Wetter in dieser Jahreszeit zu entfliehen – und wurden bös überrascht. Statt Sonne gab es in Bahrain einen Sandsturm. Mehr als 20 Runden konnte kein Team im Wüstenstaat am zweiten Tag testen. Schnellster der verkürzten Sitzung war Felipe Massa (Ferrari) vor Robert Kubica (BMW-Sauber) und Timo Glock. Der deutsche Toyota-Mann hält aber mit den gestern erzielten 1.33,501 Minuten immer noch die inoffizielle Bestmarke.
“Schon komisch, dass jetzt ein Sandsturm unsere Arbeit behindert”, so Toyota-Technikchef Dieter Grass. “Nach dem verregneten Test in Portugal hatten wir alle unsere Hoffnungen auf Bahrain gesetzt.”
Viel besser und schon fast sommerlich präsentierte sich hingegen das Wetter im südspanischen Jerez für McLaren, Red Bull, Toro Rosso und Williams.
Bei den beiden bisherigen Testtagen ging die Bestzeit jeweils an Toro-Rosso-Neuzugang Sébastien Buemi. Allerdings trat der Schweizer beide Male in einem modifizierten (Slicks, Lenkung) 2008er-Auto an.
Auch Heikki Kovalainens McLaren war beim Erzielen der zweitbesten Zeit nicht ganz auf Stand 2009. Auf seiner schnellsten Runde war er mit einem 2008er-Heckflügel unterwegs. Zum Testen kam auch der wieder genesene Mark Webber. Er absolvierte 83 Runden, dabei war sein Red Bull im kompletten 2009er-Outfit 0,5 Sekunden langsamer als Kovalainens Misch-Masch-Auto.
Renault-Pilot Nelson Piquet fehlte hingegen eine ganze Sekunde – ein weiteres Indiz, dass es bei Renault noch nicht ganz rund läuft mit dem neuen R29.
Morgen setzen die Teams ihre Arbeiten an beiden Standorten fort – es sei denn, das Wetter macht ihnen einen Strich durch die Rechnung.