Frank Kechele – Rennbericht Assen
Holland weiterhin kein gutes Pflaster
Nachdem wir schon im letzten Jahr im holländischen Assen kein Glück hatten, ging es dieses Jahr genauso weiter. Das Qualifying lief mit einem siebten und einem ersten Platz noch sehr gut, doch gute Resultate in den Rennen verhinderte die Technik. Mehr als 1 Punkt sprang nicht heraus.
Die freien Trainings durfte ich dieses Mal komplett alleine fahren, da mein Teamkollege Kuba Giermaziak noch Abschlussprüfungen absolvieren musste. Die Wetterbedingungen waren gut. Im ersten Training spielten wir ein bisschen mit dem Set-Up. Am Ende vom Training waren wir sicher, dass unser Auto gut abgestimmt ist und ich konnte die schnellste Zeit fahren. Im zweiten Training fuhren wir eine Rennsimulation um unsere Schwäche vom letzten Rennen auszumerzen. Dies lief auch sehr gut und trotz 90 Liter Sprit an Board konnte ich die viertschnellste Zeit fahren. Wir gingen also optimistisch ins Qualifying.
Am Freitagabend studierte ich dann mit dem inzwischen angereisten Kuba Giermaziak die ausschlaggebenden Punkte der Strecke, da er ja keine Erfahrung mit diesem Auto auf dieser Strecke hatte. In seinem Qualifying wurde Kuba dann schließlich Siebter. Arg viel mehr konnte man nicht erwarten. Danach fuhr dann ich mein Qualifying. Wir warteten bis 8 Minuten vor Trainingsende und fuhren dann auf die Strecke. In meiner ersten schnellen Runde konnte ich mich direkt auf den ersten Platz schieben. Daran änderte sich dann auch nichts mehr und ich hatte meine zweite Pole Position in diesem Jahr eingefahren. Ich hatte über 7 Zehntel Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Christian Abt im Audi R8.
Zuversichtlich gingen wir also in das erste Rennen, das wie immer Kuba startete. Er konnte in der ersten Kurve seine Position halten und direkt Druck auf seine Konkurrenten machen. Doch in der dritten Runde brach die Antriebswelle des Lamborghinis und zerschlug die Radaufhängung hinten links. Somit war das erste Rennen beendet.
Auch das zweite Rennen wurde unter schönen Bedingungen gestartet. Ich konnte am Start meine Position gegen die wesentlich stärken Audis verteidigen. Doch schon in der Einführungsrunde fiel mir auf, dass das ABS und die Traktionskontrolle nicht funktionierten. Da das Auto darauf ausgelegt ist mit beiden Hilfsmitteln zu fahren blockierten beim Bremsen sofort alle Räder und es war extrem schwer das Auto schnell um die Strecke zu bewegen. Solange die reifen noch frisch waren ging das einigermaßen, doch je länger ich gefahren bin umso langsamer wurde ich und ich musste meine Führung abgeben. Beim Boxenstopp mussten wir dann die Reifen wechseln, was uns wertvolle Zeit kostete. Am Ende schaute dann nur der achte Platz heraus. Mehr war nicht mehr drin. An einem Wochenende, bei dem der erste Sieg sehr realistisch war stoppte uns wieder einmal die Technik. Am kommenden Donnerstag wird aber unser neues Auto ausgeliefert. Ich freue mich schon auf die Testfahrten mit dem Audi R8 GT3 LMS.
Am 6./7. Juni findet dann das nächste Rennen auf dem Hockenheimring statt. Hier werde Ich mit dem Team Argo Racing versuchen den ersten Sieg mit dem Audi einzufahren und wieder näher an die Tabellenspitze heran zu kommen.