Maro Engel – Meine ersten DTM-Punkte

Hallo Fans, was war das für ein toller Auftakt in die neue Saison. Mit Platz 6 habe ich endlich meine ersten DTM-Punkte gesammelt – für mich die Krönung eines gelungenen Wochenendes. Im Training, Qualifying und Rennen lief meine GQ AMG Mercedes C-Klasse perfekt und ich möchte meinem Team dafür danken. Ohne Euch hätte ich niemals dieses Ergebnis einfahren können, Danke.

Im Qualifying schaffte ich zum ersten Mal den Sprung unter die besten Acht. Sicherlich habe ich dabei auch etwas vom Pech meiner Markenkollegen profitiert, aber ein bisschen Glück gehört im Motorsport immer dazu. Meine C-Klasse lief wie ein Uhrwerk und ich wusste das zu nutzen, allerdings war gegen die diesmal sehr starken Audi in Q3 kein Kraut gewachsen. Ich bin aber stolz, zweitbester Mercedes-Pilot und bester Mercedes-Jahreswagen-Fahrer gewesen zu sein.

Der Auftakt zum Rennen war für mich in Ordnung. Nach einem guten Start musste ich Martin Tomczyk ausweichen, der seinen Audi abgewürgt hatte. Dadurch gewann ich zwar einen Platz, aber Markus Winkelhock schlüpfte rechts an mir vorbei. In der Spitzkehre war ich dann direkt unter dem Heckflügel von Paul di Resta und innen neben Winkelhock und wir sind zu dritt ganz eng um die Kurve herum gefahren. Ich kam zwar nicht an den beiden vorbei, doch als ich in den Rückspiegel sah, war niemand mehr hinter mir.

Schade nur, dass dann das Safetycar kam und so die Karten neu mischte, aber ich denke die vielen Trümmerteile auf der Strecke machten den Einsatz nötig. Leider waren bei Restart meine Vorderreifen etwas zu kalt, ich kämpfte mit starkem Untersteuern und verlor einen Platz.

In den folgenden Runden drängte Martin Tomczyk dann ziemlich heftig. Innerhalb von zwei Runden ist er mir gleich mehrmals ins Heck gefahren und hat mir zahlreiche Aerodynamikteile beschädigt oder abgerissen. Der Diffusor funktionierte dadurch nicht mehr richtig, was sich sofort durch fehlenden Anpressdruck an der Hinterachse bemerkbar machte. Meines Erachtens hätte hier die Rennleitung einschreiten müssen. In der achten Runde bekam ich deshalb einen schleichenden Plattfuß, was ich glücklicherweise schnell merkte. Als dann eine Runde später das Boxenfenster öffnete bin ich sofort rein zum ersten Stopp, doch nicht ohne von Tomzcyk noch einen heftigen Rempler mitzubekommen.

Insgesamt verlor ich durch die unbedachten Aktion des Audi-Piloten 5 Sekunden und die perfekte Straßenlage meiner GQ AMG C-Klasse. Trotzdem war ich nach dem ersten Service in der Lage das Tempo in der Spitzengruppe mitzugehen. Es hat richtig viel Spaß gemacht und auch nach dem relativ frühen zweiten Boxenstopp lief mein Auto sehr gut. Allerdings hatte ich einen sehr langen letzten Turn zu fahren.

Darin konnte ich schnell Boden auf meinen Markenkollegen Paul di Resta gut machen, doch ich wollte nicht zu viel riskieren. Mit einer etwas härteren Gangart hätte ich ihn vielleicht noch einholen können, doch das wäre für die Reifen nicht gewesen. So beließ ich es dabei und als Tomczyk und Spengler mit Defekten ausfielen, stand fest, dass ich Punkte hole. In den letzten beiden Runden profitierte ich dann noch vom Plattfuß bei Mattias Ekström und konnte mir Rang 6 sichern.

Nach dem Rennen kam der schönste Augenblick des Wochenendes: Das Strahlen in den Augen der Mechaniker zu sehen war einfach toll. Ich denke ich habe sie mit den drei Punkten belohnt. Hoffen wir, dass es am Eurospeedway so weiter geht. Dank des Reglements dürfen wir dort 5 Kilo Gewicht „ausladen“, was mir sicher entgegen kommen wird.

Übrigens: ich möchte Euch, meinen Fans, noch einmal besonders Danken. An diesem Wochenende wurde mein erster Fanclub gegründet und ich bin richtig stolz darauf. Es ist einfach ein tolles Gefühl, zu sehen, wie Ihr mich unterstützt. Macht weiter so. Ich hoffe, ich kann Euch mit guten Ergebnissen und tollen Rennen auch weiter genügend Gründe zu feiern geben.

Euer Maro.

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